Sali AllmuçaMit einer Prise Traumstoff
Sali Allmuça aus Albanien stellt in der Dresdner Bank in Barmen aus

(ti.) Sali Allmuça zeigt in der Dresdner Bank, Geschw.-Scholl-Platz, bis zum 28. Februar 1992 seine Ausstellung „Bilder aus Albanien – Bilder aus Wuppertal“. Seine mit einer Prise Traumstoff gewürzten Bilder verdienen alle Beachtung.

Ein farbenprächtiger Zyklus albanischer Legenden und orientalisch gefärbter Mythen spiegeln die geschichtsträchtige Märchenwelt Albaniens wieder. Bilder wie ,,Das Denken“, „Neue Generationen“ oder „Hochzeit“ vereinen volkstümliche, folkloristische Elemente mit der Farbenpracht einer zeitenüberdauernden, ewigen Symbolik, die von allen Völkern verstanden werden kann.
Kultur im eigentlichen Sinne bringt Sali Allmuça auch uns. Picassos Leitsatz von den „neuen Emotionen für neue Objekte“ folgend, zündet er in unserer Kultur neue Lichter an.
Man möchte sagen, Sali Allmuça durchleuchtet unsere Formenwelt, die meistens alltäglich und selten Sonntag ist, bis hart an die Grenze. Die Farbenpracht des in seiner Stille bezaubernden Märchenlandes scheint nicht recht zu passen für unser Großstadtgetriebe; von Stilbruch zu sprechen scheint jedoch verfehlt. Der Stil Allmuças setzt unserer Kultur neue, vielleicht falsche Lichter auf, beleuchtet sie darum umso greller.

Bild: Aus Albanien kommt der Künstler Sali Allmuça (rechts), der zur Zeit seine Bilder in der Dresdner Bank in Barmen ausstellt. Die Einführung hielt Direktor Dirk Gielke.

Westdeutsche Zeitung / Generalanzeiger, 4. Febr. 1992, S. 15.

 

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