,,Wahrheit
verbirgt sich in Rätseln“
Wuppertaler ,,Galeria“ stellt Malerei von Detlef Bach aus
Wuppertal. Es ist schon ein starkes Stück, ein Bild
mit dem Titel ,,Das Jesuskind in der 8. Schwangerschaftswoche“ zu präsentieren.
Hier, wie auch bei anderen Bildern von Detlef Bach, etwa der ,,Pietà
unter sechs Stückchen Glas“, gilt der Satz von Iro Sohn, der Bachs
Bilder zur Ausstellung in der Galeria kommentierte: ,,Wahrheit verbirgt sich
in Rätseln. Bevor sie sich offenbart, tritt sie nur für kurze Augenblicke
hervor im Irrtum der Welt.“
Detlef Bachs farbenprächtige
Bilder, in der Galeria noch bis 15. April zu sehen, laden ein. in den Rätseln,
den Irrtümern der Welt, Augenblicke des Lichts der Wahrheit zu erkennen.
Zu den eindringlichsten Kompositionen des Künstlers gehört das Triptychon
„Über das Lachen im Krieg“. Wo einem das Lachen ganz und
gar vergeht, zeigt der Künstler ein Refugium. Daß die Dinge vergänglich
sind, daß sich Gott ein neues Haus einrichtet, das kann auch im Kriege
Trost und Hoffnung wecken. So wie die Bibel in Bildern spricht, so malt der
Künstler Worte der Schöpfung. ,,Der höchste Grad angenehmer
Tatsächlichkeit (Der Tag)“ ist eine solche Komposition, aus der
das ,,Gott sah, daß es gut war, herausspricht. Die Vollendung der Schöpfung,
daran erinnert uns ein jeder Tag.
Wo die Worte fehlen,
hat der Künstler immer noch etwas zu sagen. der mit der Schöpfung
im Bunde steht. Detlef Bachs großes Gemälde ,,Mehr zu sagen wird
unmöglich“ zeigt die Grenzen des Sagbaren im Rahmen der Schöpfung
selbst. Bach hat auch als moderner Zeitgenosse die Meditation über die
großen Mysterien des Lebens nicht aufgegeben. Sein Bild ,,Der Gott meiner
Liebe war sterblich“ gibt davon ein schweigend beredtes Zeugnis.
Die Ausstellung in der Galeria, Friedrich-Ebert-Straße 154, ist geöffnet montags bis donnerstags 9 bis 17.30 Uhr, freitags von 9.30 bis 16.30 Uhr.
Thomas Illmaier
Detlef Bach: Denken, das sich selbst zerwütet (90 x 100)
DER WEG, 4. April 1993.