Thomas Illmaier - Die SteppeDie Steppe
Bausteine für ein modernes Menschenbild.

Vorliegende Bewusstseinsstudien sind literarische Kunstwerke. Deshalb sind sie jedoch nicht irreal; denn ihre Basis, ihr Fundus an Tatsachen, ist real. Sonst könnten sie nicht Spiegel dessen sein, was wir Zeit nennen und erleben.
„Wann tritt in der Natur Versteppung ein? Wenn eine Landschaft einseitig ausgebeutet wird, wenn der natürliche Wasserhaushalt durch ein Übermaß an Kultivierung gestört wird, wenn aus Utilitätsgründen Wald und Hecken dem Reißbrett-Denken zum Opfer fallen, kurz – wenn das Gleichgewicht in der Natur durch einseitige Eingriffe verlorengegangen ist. Und ebenso gehen wir einer seelischen Versteppung entgegen, wenn der Mensch, dem Elementaren entfremdet, sein Gleichgewicht verloren hat.“ So schrieb der Komponist Carl Orff 1967. Es hat sich nichts geändert; außer dass Korrumpierung, Missbrauch und Schmarotzertum weiter um sich gegriffen haben und Adolf Hitler in den Gehirnen der Zeitgenossen Auferstehung feiert
  Psychoaktive Substanzen wie Cannabis, „Öko“-Pilze, Meskalin oder das weitverbreitete LSD – von Ecstasy ganz zu schweigen, machen erst recht darüber bewusst. Und dieses Bewusstsein nicht ertragen zu können, nicht mehr zurechtzukommen mit dem, was man weiß, das zu ertragen, den Niedergang zu ertragen, wo Grüne Parteifalken doch jetzt auch Bombenangriffe befehlen, das lässt manch einen zu Betäubungs- und Suchtmitteln greifen. Diese müssen nicht persönlichkeitszerstörende Suchtdrogen sein. Denn die Dummheit, die zu solch lähmenden Abhängigkeiten führt, ist dieselbe, die abends vor dem Fernsehen hockt, als sei es ein flimmerndes archaisches Lagerfeuer.
Die Steppe birgt aber auch mancherlei Chancen, vom Ausritt am Zügel Tschingis Khans und seinen gefährliche Beschwörungswasser schlürfenden Mongolen bis hin zur kosmischen Schau eines schier unbegrenzten eurasischen Kontinents.

Thomas Illmaier

Werbeflyer 2000

Thomas Illmaier: Die Steppe. 182 S. Hanf-Medien GmbH: Vogtsburg-Bischoffingen, 1999.
Umschlaggestaltung: Matthias Triet, Basel.
ISBN 3-9804068-0-6

 

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