Ikonen haben ihr Gesicht verloren
Ausstellung in Barmen
Mit Ikonen habe er angefangen, Kunst zu machen, berichtet
James O‘Connor. Aber seit er in Deutschland lebe, hätten die Ikonen
,,ihr Gesicht verloren“. Denn hier habe er erst gelernt, was ein Leben
in Freiheit bedeute. In Deutschland hätten die Menschen ein gesundes
Gefühl für Distanz entwickelt, das es ihm ermögliche, kreativ
zu sein.
Er malt ,,Offene
Grenzen“, so der Titel seiner Ausstellung, um seinem Bedürfnis
nach Offenheit und Freiheit Ausdruck zu geben. Seine Bilder, in denen der
Mensch nicht vorkommt, wirken auf den ersten Blick abstrakt. Erst bei längerer
Betrachtung kommt das Menschliche, dann das Spirituelle zum Vorschein. In
ihnen zeigt er die Ordnung der Dinge in Gottes Schöpfung.
James O‘Connors
,,Offene Grenzen“ sind in der Galerie Epikur, Friedrich-Engels-Allee
155 in Barmen zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 23. Juni, jeweils
Dienstag bis Freitag von 15 Uhr bis 18.30 Uhr, Samstag von 11 Uhr bis 15 Uhr
sowie nach Vereinbarung zu sehen.
Thomas Illmaier
DER WEG, 24/1995.